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Primus OMNIFUEL

10 April 2010 Kein Kommentar

Wer lange Touren draußen unternimmt benötigt einen Kocher. –KLAR- Nur welcher ist da sinnvoll?

Da es noch keinen „ultra-leicht-nullenergie-wunderkocher“ gibt haben wir die momentane Auswahl auf dem Markt mal unter die Lupe genommen. Fakt ist das zum kochen Energie benötigt wird und je nach Anwendungsbereich unterschiedliche Brennstoffe sinnvoll sind und praktikabel sind. Jetzt gibt es natürlich die Möglichkeit sich für alle Eventualitäten einen Outdoor-Kocher zu zulegen. Das wiederspricht allerdings dem Grundgedanken von fairoutdoor. Wichtig vielmehr ist die Vielseitigkeit und Langlebigkeit. Dann muss nur ein Produkt hergestellt werden was lange benutzt werden kann. Ein wichtiger Schritt in Sachen Nachhaltigkeit.

Bei anspruchsvollen Touren hat oft eine hohe Kocher-Leistung Priorität. Wer nach langen Tagesetappen ziemlich „gerädert“ das Camp errichtet hat, besitzt oft nicht mehr die Muße um stundenlang zu kochen. Für andere Anwendungsfälle gibt es zahlreiche Alternativen die demnächst in unserem Outdoor-Kocher-Special behandelt werden.

Momentan der „eierlegenden Wollmilchsau“ am nächsten kommt unserer Meinung nach der Omnifuel vom schwedischen Hersteller Primus. Wir haben diesen seit vielen Jahren im Einsatz und er funktioniert mit Gaskartuschen oder Flüssigbrennstoff [Benzin-, Diesel-, Petroleum] tadellos. Bei kurzen Touren betreiben wir ihn auf Grund des unproblematischeren Handlings mit Gaskartuschen. Fernab der Zivilisation und/oder großer Kälte ist der Benzinbetrieb vorzuziehen.

benzin [Der Omnifuel im Einsatz bei -23Grad im Benzinbetrieb]

Auf Wintertouren muss ein Outdoor-Kocher oft Stundenlang im Dauerbetrieb durchhalten um zum Beispiel Wasser durch das Schmelzen von Schnee zu gewinnen. Das Bild oben entstand bei einer Backcountry-Tour in der Hardangervidda in Norwegen.

gas [Der Omnifuel im Einsatz bei einer gemütlichen Hüttentour im Gasbetrieb]

Fakten:

  • Gewicht: 362/ 464g [ohne/ mit Benzinpumpe]
  • Maße: 150x88x85 mm
  • Leistung: 3000W
  • Preis: ca. 170€ ohne Gaskartuschen und Benzinflasche

Im Gasbetrieb können alle handelsüblichen SCHRAUBkartuschen verwendet werden. Benzinflaschen gibt es in unterschiedlichen Größen. Hier ist es wichtig original Primus zu verwenden. Andere von z.B. MSR oder Sigg funktionieren zwar auch aber der Flaschenabschluss ist etwas anders gestaltet und der Dichtungsring sitzt dann nicht optimal.

omnifuel-produkt

Auch der kleine Bruder [Multifuel vom selben Hersteller] erfüllt diese Anforderungen, verzichtet aber auf die zusätzliche Regeleinheit am Brenner selbst und „verdaut“ nicht ganz so viele unterschiedliche Flüssigkeiten. Dafür belastet er das Portemonnaie etwas weniger. Der sich relativ neu auf dem Markt befindliche EtaPower MF ist ebenfalls eine Alternative zum ähnlichen Preis des Omnifuels. Wer aber auch solo unterwegs ist und auf möglichst geringes Gewicht und Packmaß wert legt dem wird dieser zu sperrig sein.

Tipp: um die Effizienz zu steigern sollte immer der beiliegende Alu-Faltwindschutz verwendet werden, da sonst zu viel Wärme verloren geht. Auch ein Topf mit Wärmetauscher z.B. die Primus-Töpfe aus der Eta-Power-Serie oder ein Heat Exchanger von MSR für schon vorhandene Töpfe verringert den Brennstoffbedarf.

topfboden

Oben ist der Topfboden aus der ETA-Power-Serie abgebildet und unten der universell verwendbare Wärmetauscher der Firma MSR [ca. 40€].

msr_heatex

Wer sich schon mal mit der Bedienung im Benzinbetrieb vertraut machen möchte sollte sich das Produktvideo ansehen. Dinge wie Vorheizen und was es sonst noch zu beachten gibt sind hier ganz gut erklärt: [Auf Englisch]

Link zum Hersteller: PRIMUS
Link zum Hersteller des universellen Wärmetauschers: MSR
Link zu unserem Kocher-Themen-Special: kommt bald…!

Artikel verfasst von:  fairoutdoor [Martin Böhm]

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